Gault&Millau - Hotel des Jahres 2017
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Gutshofgeschichte

Einkehrstation an der Kaiserstraße

Seit 1270 steht der Gasthof Stafler an der alten Brennerstraße – damals noch „Kaiserstraße“ genannt. In jener Zeit zogen Könige und Kaiser zur Krönung nach Rom, Händler und Gaukler von Süden nach Norden, Soldaten und Mönche von Norden nach Süden in die heiligeren Länder. Damals nannte sich das Gasthaus Stafler noch „Zum Einhorn“ und war genau so viel Gasthof wie Bauernhaus.

Der Kuntnerweg nimmt den Bergen die Gefahr


Der Bau des Kuntnerweges durch die enge Eisackschlucht zwischen Klausen und Bozen im 14. Jahrhundert nahm den Südtiroler Bergen viele Gefahren, die Pilger, Reisende und Händler über lange Jahrhunderte gefürchtet hatten. Im „Einhorn“ merkte man das: mit ständig steigenden Einkehrerzahlen.

Kunststraße Brennerweg


Im 18. Jahrhundert ließ Kaiserin Maria Theresia den Brennerweg zur 5 m breiten Kunststraße ausbauen, regelmäßige Verkehrsverbindungen im alten Tirol wurden möglich. Das „Einhorn“ wurde zur Poststation. Nicht von ungefähr: Damals benötigte ein mehrspänniges Pferdefuhrwerk für die Strecke von Bozen nach Innsbruck fünf volle Tage, eine mehrspännige Postkutsche 15 Stunden. Das „Einhorn“ lag genau richtig für eine Rast, und die große Landwirtschaft trug genug für die vielen Gäste.

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Die Eisenbahn macht ruhige Zeiten


1867 wurde ach nur dreijähriger Bauzeit die zweigleisige Brennerbahn von Innsbruck nach Bozen in Betrieb benommen. Im Stafler herrschte wenig Begeisterung: Fast über Nacht hatte man stark an Bedeutung für den Waren- und Personenverkehr eingebüßt. Doch mit der Bahn kamen langsam die Sommerfrischler: Nobeltouristen, Adelige und Schriftsteller, die Südtirols Kurorte bevölkerten. Viele davon stiegen auch im Stafler ab. In unserem Hausmuseum „Kramer“ finden Sie viele Bilder und Texte dazu!

Vom Postgasthaus zum Romantikhotel


Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als das Auto sich in allen Bevölkerungsschichten durchzusetzen begann, wandelte das Gasthaus Stafler langsam sein Gesicht. Seine Ausflugslage mitten in einem besonderen Erlebnisgebiet machte es zum gefragten Übernachtungs-Ort, immer mehr Sommer- und Winter-Urlauber blieben dem Stafler treu. Den Geist der Zeit wusste man aus Erfahrung zu deuten. Qualität und umfassendes Angebot standen an erster Stelle, von Anfang an.

Unsere Qualität fußt auf Jahrhunderte alten Traditionen


Heute ist das Romantikhotel Stafler ein 4**** Hotel, das sich an der alten Brennerstraße im Mauls, fernab der Brennerautobahn, in idealer Ausflugs- und Panoramalage befindet, das wunderbare Hochgebirgslandschaften für Wanderurlaube zu bieten hat und im Winter inmitten von vier Skigebieten liegt. Nicht nur das Hotel, auch das Restaurant zehren heute noch von der Jahrhunderte alten Gastwirtstradition. Denn: Über echten Südtiroler Genuss erzählt uns so schnell keiner was!

Woher stammt eigentlich der Name Mauls?

Mauls wird urkundlich erstmals im Hochmittelalter, genauer in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts, als „Mules“ erwähnt und taucht im Spätmittelalter mit den Nennungen „Muls“, „Movls“ oder „Mawls“ in zahlreichen historischen Dokumenten auf. Gegen Ende des Spätmittelalters hat sich die heutige Form „Mauls“ weitgehend verfestigt und in den folgenden Jahrhunderten treten kaum noch abweichende Schreibungen auf. Das Alter der Ansiedelung ist historisch ungewiss. Der unweit von Mauls gefundene Mithrasstein und der Grabstein der Aurelia Ruffina sind zwar bedeutende römische Funde, liefern jedoch keinen Beweis für die Errichtung einer dauerhaften römischen Siedlung. Die etymologische Deutung ist noch schwieriger: Der Name Mauls leitet sich wahrscheinlich von einer vorrömischen Bezeichung für „Berg- bzw. Almgelände“ ab und meint damit vielleicht das in Sengestal ansteigende Siedlungsgelände des heutigen Dorfes.


Dokumentation zur Geschichte des Landgasthauses Stafler

REISEZEIT - ZEITREISEN Verkehr, Gastwirtschaft und Tourismus in Freienfeld, 19. und 20. Jh., Ausgabe 2002.


Volks- und Heimatskunde Artikel am Freitag, den 11. September 1987