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Kloster Neustift

Gründung
Im Jahr 1140 wurde der selige Hartmann, Propst des Augustiner Chorherrenstiftes Klosterneuburg bei Wien, zum Bischof von Brixen gewählt.
In Brixen folgte er nicht dem Beispiel des Salzburger Erzbischofs Konrad I. von Abensberg (1106-1147) und unterließ den Versuch, das Domkapitel durch die Annahme der August-inusregel zu reformieren. Es wird angenommen, dass er dies aufgrund des zu erwartenden heftigen Widerstandes der Kanoniker vermied.
Vielmehr gründete er drei Kilometer nördlich der Bischofsresidenz das Augustiner Chor-herrenstift Neustift. Diese Stiftung wurde durch den Burggrafen von Säben Reginbert und dessen Gemahlin Christina tatkräftig unterstützt. Beide statteten die Neugründung mit umfangreichen Grundbesitzungen und Rechten aus.
Schon unter dessen ersten Propst Heinrich I. (1143-1164) schenkte Hartmann dem Stift 1157 die Pfarrei Natz, in deren Gebiet das Kloster lag. Die Seelsorge wurde vom Augen-blick der Inkorporation der Pfarre an direkt vom Stift aus vorgenommen. Um 1160 Jahr übergab Hartmann auch die Pfarrei Kiens den Chorherren von Neustift.

Die Regel
Die Augustinusregel ist die älteste überlieferte Klosterregel des Abendlandes.
Augustinus schrieb sie um das Jahr 397, also nach seiner Erhebung zum Bischof von Hippo Regius 395/396.
Auf den nur wenigen Seiten dieser Regel will Augustinus den Mitgliedern seiner Kloster-gemeinschaft die grundsätzlichen Prinzipien eines religiösen Lebens in Gemeinschaft vermitteln. Im Text ist das biblische Fundament seiner Botschaft ständig spürbar. Das Ideal der urchristlichen Gemeinde von Jerusalem wird als beispielhaft für die spirituellen Grundwerte der Liebe und der Gemeinschaft vor Augen geführt. Augustinus geht es nicht so sehr um die Regelung der Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens, sondern vielmehr um die Grundhaltung der christlichen Liebe, aus der eine gelungene Gemeinschaft hervorgeht.
Insgesamt drei Regeln, die wiederum in verschiedenen Versionen vorliegen, wurden im Laufe der Geschichte dem Hl. Augustinus als Verfasser zugeschrieben, nämlich die "Regel für Frauen" (Regularis informatio), die "Regel für Männer" (Praeceptum) und die "Grundordnung für ein Kloster" (Ordo monasterii). In den letzten Jahrzehnten haben umfassende textkritische Forschungen nachweisen können, dass nur das Praeceptum mit je einer Fassung für Frauen und Männer auf Augustinus selbst zurückgeht.

Stift Neustift heute
Über 850 Jahre nach der Gründung des Augustiner Chorherrenstiftes Neustift bietet sich für die Gemeinschaft der Chorherren von Neustift und ihre Mitarbeiterinnen und Mitar-beiter eine Vielzahl an Aufgaben, die alle als Seelsorge im weiteren Sinne verstanden werden.
Auch heute betreuen die Neustifter Chorherren mehr als 20 Pfarreien und leisten dort seelsorgliche Arbeit. Neben dieser klassischen Form der Seelsorge wird der Bildungs-auftrag weiterhin in verschiedenen Formen erfüllt. Anfang der 70er Jahre öffnete das Schülerheim Neustift seine Tore für knapp 100 Buben und zur gleichen Zeit wurde mit der Gründung des Tourismuszentrums der Grundstein für das heutige Bildungshaus Kloster Neustift gelegt. Damit wurde der steigenden Bedeutung des Tourismus für das Stift und die gesamte Region Rechnung getragen. Diese zeigt sich auch in der Vielzahl von Besuchern, welche Jahr für Jahr Neustift besuchen und im Rahmen einer Stiftsführung näher kennenlernen.
Wirtschaftliches Standbein des Stiftes ist nach wie vor der Anbau und Verkauf landwirt-schaftlicher Produkte wie Kräuter und Obst. Darüber hinaus erzielt die Stiftskellerei Neustift mit ihren Weinen seit Jahren große nationale und internationale Erfolge.

Stiftsführungen
Dem Besucher des Klosters bietet sich geschichtlich und kunsthistorisch Interessantes und Sehenswertes: Die lichtdurchflutete Stiftskirche ist der südlichste Vertreter des süddeutschen Spätbarocks und lädt zum Verweilen und stillen Gebet ein. Daran schließt sich der Kreuzgang mit seinem gotischen Gewölbe und Fresken verschiedener Künstler an.
In der Pinakothek sind eine Reihe von gotischen Tafelbildern und Altäre von Friedrich Pacher und seiner Schule, wertvolle Handschriften und andere liturgische Kostbarkeiten, sowie wissenschaftliche Geräte und historische Instrumente ausgestellt. Ein Juwel stellt schließlich die Stiftsbibliothek mit ca. 92.000 Bänden und ihrem großen Saal im Rokokostil dar.
Die Stiftsführungen (ab 10 Personen) finden von Montag bis Samstag jeweils um10:00,11:00, 14:00, 15:00 und 16:00 Uhr statt (an Sonn- und religiösen Feiertagen geschlossen!). Um 11:00 und um 15:00 Uhr findet nach Möglichkeit, auch mit weniger als 10 Personen eine Führung statt. Zusatzführungen um 12:00 und um 13:00 Uhr von Mitte Juli bis Mitte September.
Der Schalterraum bleibt montags in den Wintermonaten (von Anfang Jänner bis Ende März) geschlossen; Führungen sind aber vorab nach Reservierung trotzdem möglich.
Für Gruppen ist eine Anmeldung erwünscht.
Das Kloster Neustift ist eines der 12 Ziele der Culturronda.


Preise für Stiftsführungen:
Die Stiftsführungen (ab 10 Personen) finden von Montag bis Samstag jeweils um10:00,11:00, 14:00, 15:00 und 16:00 Uhr statt (an Sonn- und religiösen Feiertagen geschlossen!). Um 11:00 und um 15:00 Uhr findet nach Möglichkeit, auch mit weniger als 10 Personen eine Führung statt. Zusatzführungen um 12:00 und um 13:00 Uhr von Mitte Juli bis Mitte September.
Der Schalterraum bleibt montags in den Wintermonaten (von Anfang Jänner bis Ende März) geschlossen; Führungen sind aber vorab nach Reservierung trotzdem möglich.
Für Gruppen ist eine Anmeldung erwünscht.

Einzelpersonen 7,00 €
Vorgemerkte Gruppen (ab 10 Personen) 6,00 €
Kinder ab 10 Jahren 3,00 €
Reservierungen sind bis 17:00 Uhr des Vortages möglich (Montag bis Freitag).

Kurzfristige Reservierungen sind nur telefonisch unter +39 0472 836 189 möglich.