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Frauenmuseum

1309 wude das Klarissenkloster am Meraner Kornplatz durch Erzherzogin Euphemia erbaut.
500 Jahre prägte diese landesfürstliche Stiftung das Meraner Stadtbild. Neben der Pfarrkirche St. Nikolaus war die Klosterkirche der bedeutendste Sakralbau der Stadt. Die Klarissinnen waren zudem das einzige mittelalterliche Frauenkloster Merans.
Das Kloster war Zentrum der Marienverehrung, Schule für junge Mädchen, beherbergte lokale Bruderschaften und Zünfte, Begräbnisstätte vieler lokalen BürgerInnen und Adelige.
1782 hob Kaiser Joseph II alle Klöster auf. Die Schwestern mussten das Ordenshaus verlassen.
1923 erwarb es die Spar- und Vorschusskasse. Aus ihr entstand die Volksbank, die noch heute den unteren Teil selbst belegt. Die Fresken der Kirche wurden dokumentiert, teilweise abgenommen und im Großen Kreuzgang wieder angebracht.
2010 wurden die beiden obersten Stockwerke für das Frauenmuseum adaptiert und von der Gemeinde Meran für das Frauenmuseum angemietet und 2011 wurde feierlich eröffnet.

Geschichte des Frauenmuseums
Die Entstehung des Frauenmuseums hängt eng mit der Lebensgeschichte der Gründerin selbst, Evelyn Ortner (1944-1997), zusammen.
Die gebürtige Vorarlbergerin hat im Alleingang 1988das Museum für Kleid und Tand unter den Lauben 68 gegründet. Seit 1993 wird es von einem Verein geführt.
Das ganzjährig geöffnete Museum hat sich in seiner permanenten Ausstellung des Frauenmuseums auf die Kultur- und Alltagsgeschichte aus weiblicher Sicht spezialisiert: die Darstellung von Frauenidealen, -bildern und -rollen im 19. und 20. Jahrhundert anhand von Kleidern, Accessoires, Alltagsgegenständen, Büchern und Dokumenten.
In Sonderausstellungen und verschiedensten Veranstaltungen wird das Repertoire an frauenspezifischen und gendersensiblen Themen von Jahr zu Jahr erweitert.
Das Frauenmuseum Meran setzt sich für eine Sensibilisierung für Frauengeschichte, aber auch für die Diskussion von aktuellen Themen sowie der Chancengleichheit ein. In Meran ist es zu einem regen Kulturzentrum geworden, in dem auch umweltbewusste und soziale Themen behandelt werden.
Es engagiert sich für eine Netzwerkarbeit auf lokaler und internationaler Ebene und ist bis auf weiteres der Knotenpunkt des "network of women's museums".

Sammlung:
Der Grundstein der Sammlung kam von der Gründerin. Seit der Gründung des Vereins „Frauenmuseum – Die Frau im Wandel der Zeit“ 1993 wächst die Sammlung des Vereins stetig an und die vielen SchenkerInnen wissen ihre Objekte und Sammlungsstücke aufgehoben, an einem Ort platziert, wo es einen Wert bekommt, nämlich eingebettet in die Alltagsgeschichte und -kultur, die bis heute heraufreicht.
Der »Erzählstil« Frauengeschichte aufzuzeigen ist heute noch geprägt: nämlich von jeder Epoche anhand von Mode, Accessoires und Alltagsgegenständen »ZEIT-BILDER« zu erstellen.

Austellung:
Aufgrund unserer Sammlung haben wir einen roten Faden mit Mode, Accessoires und ausgewählte Alltagsgegenständen. Wir gehen davon aus, dass die Mode der Spiegel der Gesellschaft ist und interpretieren aufgrund ihrer verschiedensten Spielarten den Zeitgeist der jeweiligen Epoche.
Die neue permanente Ausstellung des Frauenmuseums ist wie eine Geschäftsstraße mit Schauvitrinen aufgebaut. Doch an Stelle von Schaufenstern mit käuflichen Kleidungsstücken und Modeartikel wird das Frauenbild wird das Frauenbild der letzten 200 Jahre anhand von Kleidern und Accessoires aufgezeigt.
Die Ausstellung steht im Spannungsfeld, einerseits schöne Kleider und Accessoires aus der reichhaltigen Sammlung des Museums zu zeigen, andererseits mit diesen Kleidern die Geschichte der Frauenbilder und -rollen in unserer Gesellschaft aufzuzeigen, die nicht immer nur schön ist. Dennoch besteht der Anspruch, keinen Zeigefinger zu erheben.
Die Erzählung der Frauenbilder und -rollen erfolgt von innen nach außen - begonnen bei der Haut über die Körperformen, die Bekleidung der Beine - Strumpfhosen, Röcke, Hosen -, dem Becken, die Bedeutung der Haare und der Kopfbedeckungen bis hin zu den Arbeiten innerhalb und außerhalb des Hauses.

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag 10:00 - 17:00
Samstag
10:00 - 12:30
Sonntag geschlossen
Auf Anfrage für Führungen auch außerhalb der Öffnungszeiten

Preise:
Erwachsene 4,5 €
Ermässigt oder mit Kurkarte 4 €
Senioren, Studenten 4 €